Hallo Welt, heute möchte ich euch von meiner Intensivtherapie letztes Jahr berichten. Diese Therapie wurde mir durch zahlreiche Spenden und Unterstützung ermöglicht, da die Behandlung leider keine Kassenleistung ist. Folgende Summe habe gebraucht: 5.000 €. Ich war letztes Jahr im November in Overath zu einer Triggerbehandlung – 5 Tage, 4 Stunden am Tag. Was ist Triggern? Durch das Triggern werden einzelne Muskelgruppen gelockert und neu programmiert. Durch Druck auf die Muskeln, e ntspannt sich der Muskel und bekommt so neue Informationen. Ganz wichtig bei dieser Behandlung ist der Bauch bzw. das Zwerchfell - im Bauchraum läuft alles zusammen bzw. fängt alles an. Kann sich das Zwerchfell nicht richtig bewegen, ist es generell schwer positive Fortschritte zu erzielen. Mein Zwerchfell war wie ein Panzer - also hat man alles daran gesetzt es zu lockern und zu dehnen. Das war ein hartes Stück Arbeit aber es hat sich gelohnt. Auch in der Leiste hat man viel herumgedrückt, was fü...
1985 kam ich als Frühgeburt nach 7 Monaten auf die Welt. Durch eine falsche Entscheidung der Ärzte, die meine Geburt so lange wie möglich hinauszögern wollten, erlitt ich Sauerstoffmangel und kam behindert zur Welt. Meine Krankheit nennt sich " cerebrale Tetraparese". Durch eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns beim Geburtsvorgang kam diese Behinderung zustande. Tetraparese bedeutet, dass eine Bewegungskoordination nur mit höchster Konzentration möglich ist. Dabei ist in meinem Fall die rechte Seite (Arm und Bein) wesentlich mehr eingeschränkt als die linke Seite. Hierzu kommt eine Sprachstörung, vor allem wenn ich nervös und aufgeregt bin. In meinen ersten fünf Lebensjahren war vor allem der Spitzfuß an beiden Füßen und die Überkreuzstellung beider Beine sehr ausgeprägt. 1990 und 1991 wurde ich in Berlin operiert und diese Fehlstellung im wesentlichen behoben. Seitdem werde ich regelmäßig mehrmals wöchentlich therapiert, damit die körperlichen Ei...
Ich wurde eingeladen, in einen Podcast. Ma z ze Theo, den ich auf Instagram kennengelernt habe und dort schon eine Weile auf dem Schirm habe, hat mich interviewt. Für mich war es wie ein Gespräch unter Freunden. Ich konnte frei von der Lebe r weg über mein Leben mit Handi c ap berichten und konnte somit vielleicht das eine oder andere in ein anderes Licht rücken bzw. vielleicht sogar zum Nachdenken anregen. Natürlich werde ich die Welt nicht ändern können, aber ich kann vielleicht zum hinschauen ermutigen und wenn das einige tun, dann kommt vielleicht die Veränderung von selbst. Ich muss auch sagen, dass Ma z ze Theo einen ganz tollen Job mit seinem Podcast macht. Er nimmt Leute wa h r, schaut hinter die Kulissen ohne zu urteilen. Ich finde, das geht heutzutage ganz schön unter. Mir ist bewusst dass jeder sei n eigenes Leben hat und das ist auch gut so. Aber wir sollten lernen nach rechts und nach links zu schauen. Menschen wie M azz e Theo beweisen dass das geht. Aber es war n...
Kommentare
Kommentar veröffentlichen